WAU EN NAMUS - DOHONE - REBIANA SANDSEE - TAZERBU
[740 km]

© Reinhart Mazur, 2000-2011



Diese Streckenbeschreibung ist in Chris Scotts 'SAHARA-Abenteuer-Handbuch' als Route L6 publiziert.



Charakteristik

Für erfahrene Sahara-Freaks mit gutem 4WD stellt diese Route durch das nördliche Dohone keinerlei Probleme dar. Angeraten ist dennoch die Fahrt in einer Gruppe von wenigstens zwei Fahrzeugen. Überwiegend verläuft die Strecke über ausgefahrene Pisten, die abschnittsweise sogar markiert sind. Nord-östlich des Klingue-Passes werden die Dünenfelder der Rebiana Sandsee an ihrer kürzesten Nord-Süd-Ausdehnung gequert. Die beschriebene Passage verläuft über relativ gut befahrbares, weitläufiges Dünengelände ohne die Notwendigkeit, Dünenkämme queren zu müssen. (siehe Photo unten!) Spuren in der beschriebenen Fahrtrichtung sind dort im allgemeinen nicht vorhanden oder verweht. GPS und gutes Kartenmaterial (russische Karten im Maßstab 1:500.000) sind dringend angeraten. Fahrtdauer ca. 3 Tage. Wasser- und Treibstoffversorgung mit Ausnahme evtl. am Militärposten BUC unterwegs nicht möglich. Kein Verkehr; Schmuggel-Lkw oder Toyota Pick-ups auf der östlichen Seite des Dohone nicht unwahrscheinlich.


Klingue-Pass

Die Befahrung des Klingue-Passes (N2317'  E2002') auf dem Weg vom Wau en Namus durch das nördliche Dohone nach Rebiana und weiter nach Tazerbu ist nicht zwingend erforderlich. Es gibt eine praktikable, weitläufige Umfahrung des Passes im Süden. Von Osten her kann der Klinge-Pass nur schwierig über tiefe, steile Weichsandfelder, bzw. über eine enge, kurvige Felspassage bezwungen werden. Es ist nicht auszuschließen, dass der eigentliche breite Pass möglicherweise noch immer vermint ist. Von der dem Klingue-Pass im Osten vorgelagerten weitläufigen Ebene ist das weiße Wrack eines Magirus-Wohnmobils, das 1991 auf eine Mine auffuhr, von weitem zu erblicken. Die Passfahrt von Westen nach Osten ist einfacher aber riskant, da der Einstieg nur über möglicherweise noch vermintes Gebiet in der Ebene südlich des Kathedralberges zu erreichen ist.


Klingue Pass Magirus-Wrack am Klingue-Pass

Rebiana Sandsee Rebiana-Sandsee bei km 620






Hinweis:  Kilometerangaben ohne Gewähr!


0 km (740)

N2454'  E1744'

Wau en Namus SW-Rand, Salztonkrater in Sicht. Wenige Spuren durch schwarze Asche-Serir mit harten Sandrippeln, Richtung 205.


9 km (731)

N2452'  E1742'

Ende der harten Sandrippel, jetzt schnelle Serir.


59 km (681)

N2427'  E1731'

Man stößt auf die in Ost-West-Richtung verlaufende, stark befahrene Piste Wau el Kebir - Aozou. Weiter auf der Piste in Richtung 120.


70 km (670)

N2424'  E1737'

Umzäunter Militärposten 'BUC' (Container, Antenne), nicht bei Dunkelheit anfahren, Schußwaffengebrauch! Nicht der ausgefahrenen Piste folgen die zu einem Flugfeld Richtung Aozou führt, weiter in Richtung 125 (wenige Spuren).


146 km (594)

N2402'  E1813'

Mit Fässern markierte Piste in NS-Richtung quert. Vereinzelte, leicht umfahrbare Dünen. In der Folge Fassmarkierungen auf ausgefahrener Piste durch schnell zu befahrende Serir.


206 km (534)

N2348,51'  E1842,21'

Steinwegweiser: "Ozou 200 km, Eghei 140 km, Wau el Chebir 300 km".


212 km (528)

N2346'  E1843'

Vulkankuppe des Gara Smeraldi, auf Piste weiter in Richtung 125.


278 km (462)

N2324  E1913'

Gara Desio nördlich der Piste, weiter durch enge Täler ohne Fassmarkierungen.


309 km (431)

N2319'  E1925'

Faß in engem, sandigem Wadi, Pistenabzweig nach Süd. Weiter in neuer Richtung: 80. Piste führt in der Folge auf steinige Hochfläche.


343 km (397)

N2321,87'  E1943,49'

Zouma Pass; Steinwegweiser: "EGH 60 km, OZU 400 km, W EL KEBIR 450 km"


347 km (393)

N2322'  E1946'

Ende der Hochfläche, Fahrt auf steiniger Piste durch zerklüftete Felshügel nach Osten.


357 km (383)

N2322'  E1951'

Breites Wadi in N-S Richtung vor Bergkulisse. Kathedralberg im SO sichtbar. Hauptrichtung der Piste nunmehr Süd! Weitläufige Umgehung des Klingue-Passes auf Lkw-Piste durch wilde Felshügel und oft enge Wadischluchten.


379 km (361)

N2314'  E1954'

Sicht auf Emi Klingue im Osten, man verlässt die Piste. Diese führt weiter nach Süden ins Dohone. Wenige Spuren in Richtung Ost.
(Minen in der weiten Ebene?)


389 km (351)

N2311'  E1958'

Weite nach Osten führende, schön zu befahrene Sandebene, Emi Klingue im Norden. Weiter in Richtung 65, vereinzelte Spuren in dieser Richtung.


409 km (331

N2315'  E2005'

Wohnmobilwrack am Klingue-Pass aus Richtung Ost von Ferne sichtbar. Dichtes Spurenbündel durch weite Ebene in Richtung 65.


464 km (276)

N2330'  E2040'

Rastplatz einheimischer Lkws. Durch die Dünen in nord-östlicher Richtung nach Hosenofu. Auf definierter Piste weiter in Richtung 35.


544 km (196)

N2402,74'  E2104,96'

Pistenverzweigung: In Richtung Nord fahrend wird bei E2108,567' ein Dünenzug unschwierig überquert. Folgt man Richtung 320, kann dieser Dünenzug nach ca. 20 km Pistenfahrt bei E2058,836' bequem umgangen werden. Weiter durch weitläufige Sandfelder ohne neue Spuren in Richtung 360.


582 km (158)

N2422,39'  E2108,56'

Kurze Dünenquerung (evtl. Luft ablassen). Im Westen der NE-Sporn des Gebel Nerastro.


592 km (148)

N2427'  E2109'

Einmündung des den Dünenzug umgehenden Pistenzweigs.


614 km (126)

N2437,6'  E2110,1'

Beginn der SN-Querung der Rebiana Sandsee: Anfangs Richtung 5 später auf Richtung 20 drehend. Relativ fester Sand, einzelne Dünenkämme können leicht umgangen werden. Keine Spuren!


630 km (110)

N2444,58'  E2114,23'

Ende des Rebiana Dünenfeldes. Vereinzelte Spuren. Durch schnelle Serir direkt nach Tazerbu. Richtung 355.


665 km (75)

N2503,21'  E2112,26'

Mit Fässern markierte Prospektorenpiste in Richtung NO/SW wird gequert.


740 km (0)

N2540'  E2105'

Tazerbu. Meldung bei Polizei gegenüber Richtfunkturm. Gutes Wasser nahe der Polizeistation. Diesel nur an alter Tankstelle in Ortsmitte, neue Tankstelle an östlicher Ortsausfahrt führt nur Benzin. Im Notfall ist Diesel fassweise bei Privatpersonen erhältlich. Touristenbüro in unscheinbarem Container am östlichen Ortsende (Mr. Mussa hilft in allen Belangen).





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